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Januar 2016 - Thomas Deininger, einer der führenden deutschen Personalberater, besetzt Top-Positionen in Industrie und Finanzen. Ein Interview über die Anziehungskraft von FrankfurtRheinMain.

 

DEININGER CONSULTING als partnergeführtes Unternehmen mit Sitz in Frankfurt gehört zu den Top-10-Personalberatungen in Deutschland. Wie attraktiv ist FrankfurtRheinMain für Führungskräfte?
Hervorhebenswert attraktiv ist der Standort FrankfurtRheinMain für High Potentials und Führungskräfte und für uns natürlich auch, wenn wir in den Dialog mit Klienten aller Branchen national und international treten möchten. Die früheren Vorbehalte gegenüber Frankfurt sind längst Geschichte. Die Stadt verfügt über eines der attraktivsten Angebote in Deutschland mit Blick auf Lebensqualität, Kultur, Natur und Verkehrslogistik. Sie ist ein internationaler Verkehrsknotenpunkt mit einem Flughafen, der sich sehen lassen kann. Vor allem in den vergangenen 20 Jahren hat sich FrankfurtRheinMain zu einer besonderen Metropolregion mit internationaler Strahlkraft entwickelt. Darauf können wir stolz sein.


Mit welchen Standorten konkurriert FrankfurtRheinMain?
FrankfurtRheinMain als Region ist natürlich nicht allein in Deutschland; schauen wir auf München. Gegenüber München haben wir einen besonderen Vorteil: Die Lebenshaltungskosten, Mieten und Immobilienpreise sind dort über ein Normalmaß hinaus gestiegen. Wenn sich unsere Kandidaten für München und Umgebung entscheiden, sind sie gezwungen, höhere Gehälter für den Transfer zu fordern, um die Kosten auszugleichen. Natürlich hat auch München exzellente Vorzüge zu bieten. Aber die finanzielle Belastung für die Lebenshaltung ist nicht zu unterschätzen.

 

Und was ist mit Berlin, Hamburg, NRW, Stuttgart oder Leipzig/Dresden?
Berlin ist als Hauptstadt und Kulturmetropole mit ihren vielen Möglichkeiten sehr attraktiv. Doch dort fehlt nach wie vor die industrielle Infrastruktur. Eine Aussicht auf Industrieansiedlungen können wir derzeit nur bedingt erkennen. Dafür gibt es eine Vielzahl von Arbeitgebern im Bereich öffentliche Verwaltung, Verbandswesen und Stiftungen. Hamburg und NRW haben in den vergangenen Jahren enorm gewonnen, auch Stuttgart steht im industriellen Mittelstand, in der Automobil- und Zulieferindustrie im Fokus für manchen Stellenwechsel. Nicht zu vergessen sind die namhaften Finanzdienstleister. Dresden und die Region um Leipzig darf man nicht unterschätzen, beide Städte werden sich in den nächsten 20 Jahren positiv weiterentwickeln.


Wie hoch ist die Wechselbereitschaft, wenn Sie mit einem Kandidaten in Kontakt treten?
Die Wechselbereitschaft ist nach wie vor unabhängig von der familiären Bindung an eine spezielle Region hoch, vorausgesetzt, es handelt sich um attraktive und machbare Herausforderungen in einem seriösen, berechenbaren Umfeld. Hin und wieder werden Angebote auch früh abgelehnt, wenn die Kandidaten noch nicht lange genug in ihrem aktuellen Job waren oder familiäre Bindungen gegen einen regionalen Wechsel sprechen. Generell haben wir keine Freude mit Pendlern, insbesondere in Top-Positionen, darunter leiden häufig sowohl das Familienleben als auch die Repräsentation am Unternehmensstandort.

 

Sie kommen ursprünglich aus der Industrie. Wie sind Sie Personalberater geworden?
Nach sieben Berufsjahren in der Industrie im Bereich Technik und speziell Produktion war es notwendig, mein Basiswissen im Bereich Human Resources (HR) mit Einzelthemen wie „Beurteilung von Persönlichkeiten“, „Rekrutierung“, „Entgeltfindung“ bis hin zum Thema Mitbestimmung auszubauen. Ein ambitionierter Ingenieur kann das HR-Fachwissen nicht ohne solide Berufserfahrung nutzen. Die PA Consulting Group, London, bot mir die Möglichkeit für einen Einstieg in die Personalberaterwelt mit einem Training in Großbritannien und anschließendem Start in der deutschen Zentrale in Frankfurt am Main. Zum damaligen Zeitpunkt rekrutierten Personalberater überwiegend mit Stellenanzeigen in den großen Tageszeitungen. Die „Ausbeute“ war allerdings zunehmend rückläufig. Um eine solide Kandidatenanzahl zu gewinnen, stand deshalb schon seit 1978 der Aufbau des Direct Search im Mittelpunkt meiner Tätigkeit. Diese „Suchtechnologie“ war eine echte Herausforderung, denn es gab in Deutschland damals hohe Restriktionen für die Direktansprache. Später ist es gelungen, die Gesetzgebung davon zu überzeugen, dass ein kurzer Erstkontakt zu potenziellen Kandidaten am Arbeitsplatz sinnvoll ist, die eigentlich intensiven Gespräche über die zu besetzende Position werden dann in die Freizeit- oder Abendstunden verlegt. Damit war die Legitimation des Direct Search, auch zum Teil Executive Search genannt, gegeben. Für diese neue Disziplin bot mir PA Consulting Group damals die Chance, die Geschäftsführung für das Direct Search Center in Deutschland zu übernehmen. Aber 1983 sollte ich ins Ausland wechseln, was einem Neuanfang gleichgekommen wäre. Also habe ich an demselben Standort im Frankfurter Marriott-Gebäude, heute WestendGate, 1981 die DEININGER Unternehmensdeberatung GmbH gegründet. Die vorhandene, anspruchsvolle Klientenstruktur mit Unternehmen und Banken hat es mir leichtgemacht.

 

In welchen Branchen sind Sie überwiegend aktiv?
Branchenschwerpunkte sind zu 60 Prozent Industrie und zu 40 Prozent Financial Services mit einem anspruchsvollen Spektrum erfolgreicher Banken und Versicherungen. Die Spezialisierung einzelner Beraterteams spielt in unserer Branche dabei eine gewisse Rolle. Unser Geschäft beruht auf Empfehlungen – vor 14 Jahren eröffnete sich uns die Möglichkeit, es mit ersten Aufträgen in China auch im Ausland zu entwickeln.

 

Heute zählt Ihr Unternehmen 135 Mitarbeiter und 27 Beraterteams an 15 Standorten weltweit. Wie international ist Ihr Geschäft inzwischen?
Das Investitionsverhalten unserer Klienten machte es einfach nötig, dass wir die hohe Qualität unserer Rekrutierung auch auf internationale Standorte übertragen haben. So hat sich inzwischen eine Vielzahl von eigenen internationalen Niederlassungen ergeben: zwei Büros in China, drei in Indien, eins in Singapur. Von Warschau aus arbeiten wir in Osteuropa. Andere Rekrutierungsplayer sind uns zwar noch voraus, aber wir kommen mit unserer internationalen Expansion gut voran und verfügen an den Standorten über hervorragend qualifizierte Teams, die permanent sehr eng mit unserem ResearchCenter in Deutschland mit 40 Professionals zusammenarbeiten. Die Suche im Ausland nimmt für unsere deutschen Klienten sprunghaft zu, wir müssen daher einfach weiter investieren, unter anderem in den USA, Großbritannien und in Osteuropa mit Schwerpunkt Polen und Russland. Weitere Länder werden sicher folgen, wenn wir unsere Klienten langfristig erfolgreich begleiten wollen. Ein aktuelles Beispiel ist der Iran, hier sind wir bereits am Start.

 

Ihr Unternehmen besteht 2016 seit 35 Jahren. Können Sie die Geschichte in Zahlen fassen?
In den 35 Jahren unseres Bestehens haben sich die Professionalität unserer Beraterteams und die Infrastruktur im Research und WebSearch mit unserer Beteiligung Eurosearch Consultants GmbH für das internetbasierte Rekrutierungsgeschäft exzellent entwickelt. Unsere Datenbank umfasst mehr als 530.000 Kandidaten in 51 Ländern und wir können unseren Klienten in den wichtigsten Industrienationen sehr zügig ein exzellentes Spektrum anbieten. Dasselbe gilt für Persönlichkeiten, die sich potenziell verändern wollen. Mit unserem ganzheitlichen Ansatz besetzen wir jährlich mehr als 500 nationale und internationale Positionen.

 

Und was war Ihr größter Coup?
Es gibt Suchprojekte, die eine ganz besondere Entwicklung und Vorgeschichte haben. Für den Flughafen Frankfurt hatten wir vor mehreren Jahren eine Top-Position in der Bodenlogistik zu besetzen. Das Spektrum möglicher Persönlichkeiten war groß und als Ergebnis unserer Recherche schlugen wir einen ehemaligen Angehörigen der Luftwaffe der Bundeswehr mit exzellenter beruflicher Entwicklung und überzeugender Persönlichkeitsstruktur vor. Die Entscheider hatten zunächst an einen Kandidaten mit industriellem Background gedacht und waren über unseren Vorschlag entsprechend überrascht. In dem finalen Gespräch wuchs jedoch die Überzeugung, dass dieser Herr aus vielen Gründen doch eine exzellente Besetzung für den Posten sein könnte. Nach einer mutigen Verhandlungsführung auf beiden Seiten wurde der Kandidat später sogar Vorstandsmitglied und hat die Erwartungen mehr als übertroffen. Auch solche unkonventionellen Besetzungen können einen positiven und erfolgreichen Verlauf nehmen.


Zuletzt eine persönliche Frage: Wie muss man sich Ihren Arbeitsalltag vorstellen?
Unser Arbeitsablauf stellt an die Persönlichkeit und die Familie hohe Anforderungen. Ich komme gerade von einem Frühtermin aus dem Sauerland und werde nach dem Interview gleich ins Ausland fliegen. Es gibt für uns keine Arbeitszeit nach dem Wohlfühlprinzip, vielmehr müssen wir in unserer Disziplin hohe Flexibilität, permanente Einsatzbereitschaft und zunehmende Internationalität beweisen. Gerade unsere Gesellschaft delegiert Projekte nicht an Beraterteams ins Ausland, sondern wir arbeiten gemeinsam mit den Teams in den Auslandsbüros. Wir können uns nicht nur auf Deutschland beschränken.

 

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